Arendt: Arbeiten und Herstellen
Die dritte DenkWelten-Pilotausstellung fand vom 11. Mai – 19. Oktober 2019 im Science Center Imaginata in Jena statt. Dabei wurden die eigenen Exponate, die 2013 in Frankfurt und 2014 in Marburg gezeigt worden waren, nochmals ausgestellt, zudem das zuvor neu entstandene Descartes-Riesenposter. Die hier gezeigten Bilder wurden weitgehend während der Ausstellung in der Imaginata fotografiert (Ausnahmen: Exponate Frege und Kant I sowie Lesesofa).
(Beachten Sie bitte auch unsere weiteren Objekte, die bei weiteren Ausstellungen und letztlich in einer Dauerausstellung Platz finden sollen. Alle unsere Exponate können ausgeliehen werden.)
Das Ziel der Ausstellung ist es, das Philosophieverständnis der Betrachtenden anhand einzelner Beispiele grundlegend zu erweitern, indem philosophische Fragen aus der akademischen Praxis herausgestellt werden und einen eigenständigen Raum einnehmen. Gleichzeitig wird so die Möglichkeit demonstriert, abstrakte Inhalte zu thematisieren, ohne sie auf Philosophiegeschichte zu reduzieren, wie dies in populären Debatten häufig geschieht. Der künstlerische Anspruch der Exponate leistet den Querbezug auf die – häufig verborgenen – ästhetischen Qualitäten jeglicher philosophischen Reflexion. Anhand von praktischen Beispielen sollen die ausgestellten Denkwelten direkten Bezug zu alltäglichen Erfahrungen herstellen. So kann zum Beispiel Cassirers abstrakte Überlegung an einem Apfel veranschaulicht werden, und durch den ihr zugeordneten Begleittext mit unterschiedlichen Interpretationen des Familienbegriffs durch Religion, Recht, Wissenschaft usw. verbunden werden. Der Grundgedanke Cassirers wird so in Bezug zur Lebenswelt der Betrachtenden gesetzt. In vertiefenden Begleittexten werden sowohl Bezüge zu den Primärquellen als auch kurze biographische und kulturgeschichtliche Eckdaten vorgestellt. Die dargestellte Denkwelt wird nochmals in einen philosophiehistorischen Kontext erläutert.